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Die Legende vom Nürnberger Brautbecher


Es begab sich im 16. Jahrhundert,

Die Legende vom Nürnberger Brautbecher

 

zur Zeit Albrecht Dürers, als ein ehrbarer Goldschmiedemeister zu Nürnberg sein Handwerk betrieb.

Er besaß eine bildschöne Tochter, die sich ihrer Schönheit allzu bewusst und aus diesem Grunde widerspenstig und eingebildet war.
Selbst der strenge Vater konnte sie nicht zähmen.

Just in diese Tochter verliebte sich der tüchtige Geselle des Meisters.
Als er nun um die Hand der Tochter anhielt, wollte der Meister ihm diesen Wunsch ungern abschlagen.
Da er aber wusste, dass der Geselle seiner Tochter nicht ebenbürtig war, stellte er diesem, wie er meinte, zwei unlösbare Aufgaben:

I. Der Geselle sollte ein Gefäß aus Silber schmieden, aus dem zwei Personen gleichzeitig trinken können, ohne dabei einen Tropfen zu vergießen.
II. Der Geselle sollte die ach so Widerspenstige in die Knie zwingen.

Nach langen schlaflosen Nächten, in denen sich der Geselle vor Liebe zu seiner Angebeteten verzehrte, kam ihm der geniale Einfall. Eines morgens begann er sein Werk.

Aus kostbarem Silber schmiedete er den "NÜRNBERGER BRAUTBECHER" (ein wunderbarer Rock als Becher geformt, darauf der Rumpf der schönen Geliebten modelliert, die mit erhobenen Händen einen kleineren, beweglichen Becher hält).

Da nun zu dieser Zeit bei Feierlichkeiten und anderen besonderen Anlässen Trinkspiele sehr beliebt waren, nutzte der Geselle bei einem Fest die Gelegenheit, ein neues Trinkspiel vorzustellen.
Er drehte seinen Becher auf den Kopf, wobei sich der kleine Becher, mittels einer Achse beweglich war, aufrichtete. Dann füllte er den großen und kleinen Becher mit dem besten Wein und bat, die schönste Dame im Saale möge das Spiel mit ihm beginnen.

Weil die Tochter seines Meisters ihrer Eitelkeit, die Schönste zu sein, die List nicht durchschaute, war sie allzu gerne bereit, bei dem Spiel als Hauptperson mitzuwirken.

Als nun der Geselle den größeren Becher an den Mund setzte, musste die Schöne in die Knie gehen, um gleichzeitig aus dem kleinen Becher trinken zu können.

Nachdem dies geschehen war, forderte der Geselle den Meister auf, sein Versprechen einzulösen.

Nun gab sich auch die Tochter geschlagen und man feierte noch am gleichen Abend die Verlobung.
Bald danach wurde geheiratet.

Das Paar wurde sehr glücklich und lebte in Harmonie bis ins hohe Alter.

Aus diesem Grunde schenkt man den Brautpaaren auch heute noch diese Doppelbecher aus Silber als Symbol für Liebe, Treue und Hoffnung auf das große Glück...